Unsere Erstrecherche für KI-generierte Untertitel auf Knopfdruck hat uns zu einigen Tools geführt. Diese haben wir nun für euch getestet, um herauszufinden,  ob KI uns wirklich dabei helfen, unsere Inhalte zukünftig barrierefreier zu gestalten.


Nach Auswahl für passende Stellen aus unseren Filmen haben wir jetzt den ersten Testdurchlauf gestartet. Zu Beginn schauen wir uns nur die professionellen Schnittprogramme an. Wie schon im vorherigen Blogpost angekündigt schauen wir uns Ausschnitte aus “Die Künstlerfamilie Arenz im Porträt – der magische Ort der Jugend”, “Frau, Leben, Freiheit – Iranische Aktivistinnen in Nürnberg”, “Unter Hochdruck – Die original Hersbrucker Bücherwerkstätte” und “Pottenstein – eine trügerische Idylle”.


Die Künstlerfamilie Arenz im Porträt – der magische Ort der Jugend

Premiere ist bei dem Filmbeispiel nahezu fehlerfrei. Anders sieht es bei Davinci Resolve und Avid aus. Beide Programme machen dieselben Fehler, diese sind auffälliger als bei Premiere, dafür aber der einzige.


Pottenstein – eine trügerische Idylle

Beim Fränkisch aus dem Film Pottenstein machen alle drei Programme ähnliche Fehler. Meist ist es der Dialekt, den die Programme an die Grenzen bringt. An anderen Stellen liegt der Fehler am Ton selbst. Zu viel Wind oder andere Nebengeräusche während die Person spricht und schon funktioniert die Übersetzung nicht mehr einwandfrei.


Frau, Leben, Freiheit – Iranische Aktivistinnen in Nürnberg

Einen veränderten Satzbau übernehmen die Programme 1:1. Dort ist KI noch nicht so weit, dass sie die Grammatik verbessert. Dies wird beim dritten Beispiel deutlich: Iranische Aktivistinnen in Nürnberg.


Unter Hochdruck – Die original Hersbrucker Bücherwerkstätte

Zum Schluss haben wir noch das oberpfälzische Gedicht. Bei solch starken Dialekten muss man sich natürlich vorher überlegen, ob man dies akustisch oder „übersetzt“ untertitelt. Die Programme arbeiten natürlich über die Akustik, mit der man sie füttert. Demnach ist das letzte Beispiel schwer zu vergleichen. Premiere beispielsweise untertitelt einige Wörter ohne Dialekt. Die anderen beiden Programme machen dies nicht, folgen dafür konsequenter dem originalen Satzbau des Gedichts.


Fazit

Zusammenfassend zum ersten Test kann man sagen, dass die Untertitelung sehr gut bei klarem Hochdeutsch funktioniert. Sobald Dialekte, Fachwörter oder Namen dabei sind, kommen die Programme schnell an ihre Grenzen. Das ist aber beim aktuellen Stand der KI noch nachvollziehbar. Die Programme dienen als eine Form der Automatisierung und sparen somit dennoch viel Zeit. Korrekturlesen und Verbesserungen durch eine*n Kolleg*in nach einer manuellen Untertitelung ist bei uns sowieso Standard.


 

Soweit also unser erster Testbericht zu KI-generierten Untertiteln. Anhand unserer Filmausschnitte testen wir demnächst noch weitere Programme und vielleicht sind die nicht professionellen Programme besser als die Schnittsoftware.