Seit Ende 2025 stellen Rumäninnen und Rumänen die größte Gruppe ausländischer Staatsangehöriger in Nürnberg. Mangelnde Perspektiven in Rumänien und höhere Löhne in Deutschland bewegen viele in den Westen, wo sie die Jobs ausführen, die Deutsche nicht mehr machen wollen: Ernte-, Bau-, Fließbandarbeiten, häusliche Pflege und Paketzustellungen etwa. Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sind sich einig: Wir profitieren von der rumänischen Zuwanderung. Haben wir es also mit einer Win-Win Situation für beide EU-Staaten zu tun?

In „Unser Los, Euer Gewinn“ erzählen rumänische Arbeitskräfte in Franken von ihrem Schicksal, das von harter Arbeit, Heimatschmerz, Segregation und Ausbeutung geprägt ist. Während Unions-Politiker ihre Wertschätzung kundtun, möchten die Unionsparteien, sowie die AfD, ausländischen Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft den Mindestlohn streitig machen. Dass diese oft ohnehin nicht nach Mindestlohn bezahlt werden, sondern systematischer Ausbeutung zum Opfer fallen, beleuchten Mitarbeitende der Beratungsstelle Faire Mobilität. Ein Gemüsebauer aus dem Knoblauchsland zeigt, dass es auch besser geht. Und es wird deutlich: Wer Arbeitskraft importiert, importiert auch (Mit-)Menschen.


Der Film „Destinul Nostru, Profitul Vostru | Unser Los, Euer Gewinn”
von Bianca Schwarz  läuft am Sonntag, 9. August, um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen (Kabel). Wiederholung am 16. August zu den gleichen Sendezeiten. Livestream: frankenfernsehen.tv. 

Der Film wurde gefördert von