Brutalismus ist Beton, ist Baustil und hip.

Die Bauklötze der 60er und 70er Jahre, einst bewundert und viel geschmäht, erleben ein Comeback – in Ost und West. Doch in jüngster Zeit ist der Begriff des Béton brut um eine aktuelle Variante bereichert worden: um die brutale Art, mit der sich Immobilienspekulanten wie René Benko an den in Beton gegossenen Kulturgütern vergriffen haben, wie in Nürnberg an Kaufhof und Karstadt. Auch in Anbetracht der Wohnungsnot scheint eine Nachbetachtung der Nachkriegsbauten dringend nötig. Die internationale Netzgemeinde ruft bereits seit Jahren unter dem Hashtag #sosbrutalism zur Rettung der Betonmonster auf. Denn viele wurden bereits abgerissen oder kaputt saniert, bevor der Denkmalschutz seine Hand darüber hielt. Auch in Nürnberg.

Unser Film „Ist das Baukunst oder kann das weg“ begibt sich auf Spurensuche nach Beispielen dieser plastischen Bauart, die von Design und Material so roh wie ursprünglich und futuristisch ist: Norishalle, Scharrer-Gymnasium, Norikus.

Die Stadtführung wird begleitet von Experten,  die auch einen Blick in die Zukunft der Stadtplanung werfen

Der Film „Ist das Baukunst oder kann das weg? – Brutalismus in Beton” von Kerstin Möller läuft am Sonntag, 5. Mai, 19, 21 und 23 Uhr im Franken Fernsehen. Livestream zu den Sendezeiten auf frankenfernsehen.tv