Paris, 2015: Deutschland hat sich als eins von 187 Ländern dazu verpflichtet, die weltweite Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 Grad, besser 1,5 Grad gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen. Das bedeutet, dass Deutschland noch ein gewisser Puffer an CO2-Emissionen übrig bleibt, die noch ausgestoßen werden dürfen, bevor die 1,5-Grad-Grenze überschritten wird – das sogenannte CO2-Restbudget. Nürnbergs Anteil am bundesdeutschen CO2-Restbudget liegt bei 23 Millionen Tonnen. Diese 23 Millionen Tonnen wären 2027 aufgebraucht, wenn wir weiterhin so viel ausstoßen, wie 2020. Allerdings verschiebt jede Reduzierung das Ablaufdatum des Budgets nach hinten.

Klingt zunächst alles ziemlich abstrakt, ist aber im Grunde nichts anderes als ein Geldbeutel – wenn man am 10. des Monats noch 150€ zur Verfügung hat und nichts nachkommt, sollte man sich zumindest gut überlegen, wofür man sein Geld ausgibt. Klimaaktivist*innen fordern mit verschiedenen Aktionsformen die konsequente Einhaltung dieses CO2-Restbudgets. In Nürnberg setzt sich beispielsweise der Klimaentscheid mit einem Bürgerbegehren für die Einhaltung des Budgets ein, außerdem gibt es immer wieder Aktionen zivilen Ungehorsams.
Von Seiten der Stadtverwaltung wird deutlich, wie groß die Aufgabe tatsächlich ist und welche enorme Koordinationsleistung erforderlich wird, wenn die Einhaltung des CO2-Restbudgets auch noch mit der Verkehrswende, der Nürnberger Wirtschaft und der Zufriedenheit der Bürger*innen in Einklang gebracht werden soll. Werden wir es also schaffen, das CO2-Restbudget einzuhalten und wie genau kriegen wir das hin? Wer ist überhaupt „wir“ und wer ist für die Einhaltung dieses Budgets verantwortlich?

Die Medienwerkstatt hat Menschen befragt, die auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Nürnberger CO2-Restbudget zu tun haben. Zu Wort kommen u.a. die Nürnberger Umweltreferentin Britta Walthelm, Christian Penninger vom Nürnberger Klimaentscheid oder Rainer Kleedörfer von der N-Ergie.


Wir zeigen den Film „Die Notwendigkeit des Wandels – Nürnbergs CO2-Restbudget“ 
von Lisa Hopp am Sonntag, 13. August, um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen (Kabel). Livestream: frankenfernsehen.tv.  Wiederholung am 20. August zu den gleichen Sendezeiten.