Akzeptanz, Verständnis, Respekt – mit dieser Haltung beraten die Mitarbeiterinnen des Nürnberger Vereins Lilith seit fast 30 Jahren suchtmittelabhängige Frauen* und deren Kinder. Denn sie wissen: Die große Mehrheit der Frauen* konsumiert Drogen als Bewältigungsstrategie, meist aufgrund schlimmer Gewalterfahrungen. Bei Lilith finden sie niedrigschwellige Hilfe ohne erhobenen Zeigefinger. Sie sind willkommen, so wie sie sind – wichtigstes Ziel ist zunächst die Verbesserung ihrer individuellen Lebenssituation und nicht obligatorisch der sofortige Ausstieg aus dem Drogenkonsum.

Selbstverständlich ist dieser wertschätzende Ansatz nicht: Noch immer werden Drogen konsumierende Menschen stigmatisiert und gelten als willensschwach. Die Liliths zeigen auf, warum Frauen* überhaupt abhängig werden und so schwer von den Drogen loskommen. Sie rücken die strukturelle Benachteiligung ihrer Klientinnen* aufgrund ihres Geschlechts in den Fokus und gehen auf deren Lebenssituation und Bedürfnisse als suchtmittelabhängige Frauen*, Schwangere* und Mütter* ein.

Die Medienwerkstatt porträtiert den Verein, der mit seinem feministischen Konzept einst Vorreiter in der Region war und bis heute die bundesweit zweitgrößte Suchthilfe für Frauen* darstellt.


Der Film „Unsere Klientinnen* verdienen höchsten Respekt!“: Lilith – Drogenhilfe für Frauen* und Kinder“ 
von Vanessa Hartmann läuft am Sonntag, 28. August, um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen.  (Kabel). Livestream: frankenfernsehen.tv. Wiederholt wird der Beitrag am 4. September 2022 zu den gleichen Sendezeiten.