Dinah Radtke im Porträt

Wegbereiterin für Inklusion und Selbstbestimmung

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Dinah Radtkes Verdienste alle aufzuzählen ist schier unmöglich. Seit Jahrzehnten setzt sich die 72-Jährige mit der Vorliebe für Rottöne für die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderung ein, und das auf regionaler, bundesweiter und internationaler Ebene. Dabei hat sie das Bild vom bedürftigen Behinderten gehörig auf den Kopf gestellt. Auf Hilfe angewiesen zu sein, heißt noch lange nicht, sich bevormunden lassen zu müssen und es ist ein zentrales Anliegen von Dinah Radtke, dass Menschen mit Behinderung für sich selbst sprechen und entscheiden.
Das gilt besonders für behinderte Frauen. Für die Organisation Disabled Peoples International war Dinah Radtke 2006 an den Verhandlungen für die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in New York beteiligt. Den Frauen hat sie dort mit der Durchsetzung eines eigenen Artikels zu ihrem bitter nötigen Recht verholfen – sind sie doch von sexualisierter Gewalt und Diskriminierungen noch stärker betroffen.
Die Behindertenrechtskonvention war ein Meilenstein für Dinah Radtke und ihre Mitstreiter*innen aus aller Welt und mit der Festschreibung von Teilhabe als Menschenrecht wurde mehr erreicht als je erhofft – auch wenn die Umsetzung noch auf sich warten lässt.
Unser Beitrag porträtiert eine beharrliche Kämpferin.