Der Kibbuz auf dem Streicher-Hof

Die letzten Landjuden in Franken

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Auf einem großen Bauernhof – in der Nähe von Cadolzburg – lebte bis Kriegsende der NS-Gauleiter Julius Streicher. Im Frühjahr 1946 errichtete die amerikanische Militärregierung auf dem Landgut ein Lager für jüdische Überlebende des Holocaust. Bis um die Jahreswende 1948/49 wohnten und arbeiteten im Kibbuz Nili – wie die Bewohner ihr Camp nannten – bis zu 150 Menschen jüdischen Glaubens. Mit Hilfe der UN-Flüchtlingsbehörden und Zionistischen Organisationen erhielten die Shoa-Überlebenden eine landwirtschaftliche Ausbildung und sollten dann, mit diesen Fähigkeiten ausgestattet, nach Palästina emigrieren, um dort am Aufbau des Staates Israel mitzuwirken.

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