Upcycling – Bloß nichts wegwerfen!

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Die Zeiten der Wegwerfgesellschaft sind vorbei – aus den hippen Großstädten Europas schwappt ein Trend nach Franken, der ziemlich okö ist: Upcycling. Aus Müll werden neue, schöne, ungewöhnliche Dinge gemacht. Neben dem Wunsch nach Nachhaltigkeit geht es dabei vor allem um die zündende Idee, damit das neue Produkt auch seine Fans und Käufer findet.

Schneiderin Julia Harth arbeitet in der Fürther Waagstraße mit Nadel und Faden. Ob Vorhang, Krawatte oder Polsterbezug – die überzeugte Recyclerin kombiniert, was ihr in die Finger kommt, zu zeitlos schlichten Kleidern, Röcken, Westen und Taschen.

In Brigitte Wullenwebers Erlanger Ladengeschäft sind Taschen und Mappen aus alten Fahrradschläuchen zu haben. Die passionierte Radlerin hat bereits vor Jahren den schwarzen Rohstoff für sich entdeckt und damit unter der Nähmaschine experimentiert.

Ralph Haydl sammelt in Nürnberger Kneipen und Cafés seinen Rohstoff fürs Upcycling ein: der Kaffeesatz ist ein idealer Nährboden für Speisepilze. Nach mehr als einem Jahr voller Versuchsreihen hat der einstige BWL-Student sein Pilzpaket zur Marktreife gebracht.

Allen dreien hat Autorin Stefanie Knoll die Frage gestellt, warum sie von ihrer Marktnische so überzeugt sind und ob sie mit Upcycling nur einen kurzlebigen Trend oder einen tiefgehenden Bewusstseinswandel mitgestalten.