Tatort Avasinis

Kriegsverbrechen einer fränkischen SS-Einheit

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Der Krieg in Italien war schon vorbei; die deutschen Truppen hatten am 28. April 1945 kapituliert. Daher wähnte sich die arglose Bevölkerung der kleinen Gemeinde Avasinis (Friaul) in Sicherheit. Am 2. Mai 1945 überfielen Angehörige der Pottensteiner SS-Karstwehr das Bergdorf und ermordeten 51 seiner Bewohner. Über ein halbes Jahrhundert blieben die Täter unbekannt. Seit August 2002 fahnden bayerische Staatsanwälte zusammen mit ihren italienischen Kollegen nach den Mördern von Avasinis.
Hierzulande ist dieses Massaker nahezu unbekannt; in Avasinis ist das von Deutschen begangene Kriegsverbrechen jedoch immer noch präsent. Die Dorfgemeinschaft hält die Erinnerung wach.
Knapp 60 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges berichten Überlebende nun – erstmals einem deutschen Fernsehteam – über ihre schmerzvollen Erinnerungen an jenen blutigen Frühlingstag im Mai 1945.