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Was bleibt von der Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller?

Nachgefragt

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Über 100 Jahre lang haben die legendären Steher und Schrittmacher am Reichelsdorfer Keller ihre Runden gedreht. 2017 war Schluss damit. Zu marode war sie geworden, die Radrennbahn, die früher tausende Menschen in den Nürnberger Süden lockte. Der Sportplatzverein, der sie seit 1904 gepflegt und gehegt hatte, musste das Gelände verkaufen. Ein Velodrom, eine neue moderne, überdachte Radrennbahn, sollte dafür an anderer Stelle entstehen. Vier Jahre zuvor waren im Varieté-Café Rennbahn bereits die Lichter ausgegangen, 2019 schloss das Ausflugslokal Reichelsdorfer Keller seine Türen. Beide Flächen sind bereits bebaut. Der Stadtteil verändert sich vom beliebten, grünen Ausflugsziel zu einem modernen Wohnviertel. Für die Stadt ein gelungener Wandel, für den Bürger- und Geschichtsverein Reichelsdorfer Keller eine Katastrophe. Vehement setzt er sich für ein anderes Konzept ein, das an die alten Traditionen anknüpft und die Bahn als Erinnerungs- und Trainingsort erhält. Denn: Für den Radsport haben sich die Hoffnungen auf ein Velodrom in Nürnberg nicht erfüllt. Vor allem die legendären Steher und Schrittmacher stehen jetzt ohne Alternative da. Ist das der Beginn einer neuen Zukunft für die Radrennbahn am Reichelsdorfer Keller? Dieser und anderer Fragen geht unsere Kollegin Annette Link im Gespräch mit Johannes Fuchs, ehemaliger Schrittmacher und Sportplatzvereinsmitglied sowie mit Dorith Müller vom Bürger- und Geschichtsverein nach. Die Stadt und der Investor waren zu Interviews nicht bereit.

Mit Ausschnitten aus unseren Filmen