„Die Langen“

Fernsehen im Hochformat

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Die Nürnberger Medienwerkstatt betritt Neuland: Die Fernsehdokumentation „Die Langen“, ist weltweit die erste Sendung, die in Hochformat ausgestrahlt wird. Die Medienwerkstatt setzt damit einen Kontrapunkt gegen das übliche Querformat des Fernsehbildes und das modische Breitwandformat neuerer Produktionen. Was in der Fotografie, Grafik und Malerei schon immer eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich das Hochformat zu nutzen, ist damit erstmals für das Fernsehen realisiert.
Da bislang die meisten TV-Geräte für eine Drehung um 90 Grad zu unhandlich sind , muss sich der Zuschauer für einen optimalen Sehgenuss in die Horizontale begeben. Eine Anstrengung, die sich lohnt, so meinen die beiden Filmemacher und Erfinder Bernd Siegler und Günther Wittmann, die die Idee zur Revolutionierung der Sehgewohnheiten hatten: „Im Hochformatfernsehen ergeben sich völlig neue, manchmal sehr überraschende Perspektiven. Eigentlich ein Wunder, dass noch niemand vorher diese Idee verwirklicht hat.“
Das Thema ihres Fernsehbeitrags passt wie die Faust aufs Auge zum Hochformat: Es geht um die Probleme langer Menschen in einer Gesellschaft, die alles, egal ob Kleider-, Tür-, Autositz-, oder Bettengrößen, ausschließlich an Normwerten ausrichten. Bernd Siegler und Günther Wittmann portraitierten Menschen, die um einiges größer sind als der Durchschnitt und sich im „Klub langer Menschen“ organisiert haben.