Der Nürnberger Hauptmarkt

Kaleidoskop der Stadt

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Seit fast 700 Jahren ist der Hauptmarkt ein multifunktionaler Platz. Entstanden ist er auf den Resten des jüdischen Viertels; wo einst eine Synagoge stand, wurde schon kurz nach der Zerstörung die Frauenkirche errichtet. Als „Grüner Markt“ entwickelte sich der Hauptmarkt zum zentralen Marktplatz. Bis heute werden hier allerlei Lebensmittel angeboten und Feste und Umzüge gefeiert. Der „Schöne Brunnen“, der Tucheraltar und das „Männleinlaufen“ begeistern Touristen wie Einheimische.

Dieser Platz im Herzen der Stadt, der schon „Adolf-Hitler-Platz“, „Iron Mike Place“ und „Roosevelt Place“ hieß, ist ein steinerner und stiller Zeuge: Er hat noch im Februar 1933 die letzte Demonstration der „Eisernen Front“ gegen den Faschismus mit 60.000 Teilnehmern gesehen, später Reichsparteitage erlebt und schließlich die Siegesparade der Amerikaner. Hat Zerstörung und Wiederaufbau erfahren und fast alle namhaften Politiker der Bundesrepublik ebenso wie Barden gehört. So wird dieser besondere Platz wohl auch die jüngsten Bemühungen, den Markt attraktiver zu gestalten, begleiten: geduldig und still.

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