Sex und Gender – ein klarer Unterschied. Mit Sex ist unser biologisches Geschlecht gemeint, mit Gender unser soziales. Klingt eigentlich nach zwei Zuschreibungen, die nicht unbedingt miteinander zu tun haben. Dass in der Realität ständig von unserem biologischen auf unser soziales Geschlecht geschlossen wird und mit diesem sozialen Geschlecht auch noch allerlei Rollenerwartungen verbunden sind, mag im Alltag zwischen Emanzipation und Kindererziehung manchmal in Vergessenheit geraten. Was ist aber, wenn mein soziales Geschlecht gar nicht zu meinem biologischen passt? Oder wenn mein biologisches Geschlecht nicht zu meinem eigentlichen Ich passt? Vielleicht sollten wir jegliche Rollenbilder einfach mal über den Haufen werfen, damit wir den Kopf frei kriegen und endlich eigene Entscheidungen treffen können. Dann wäre doch bestimmt alles besser, oder?

Aber da ist ja auch noch unsere Sexualität und die wollen wir beim besten Willen nicht über den Haufen werfen. Weder unser Geschlecht noch unsere Sexualität konnten wir uns vor der Geburt aussuchen. Da bleibt nur eins: den Weg in eine gleichberechtigte und inklusive Gesellschaft gehen, Rollenbilder hinterfragen und neu verhandeln. „Sich auf den Weg machen, das ist der Punkt“, sagt Kerstin, Mutter und Mittelschullehrerin aus Nürnberg.

Die Medienwerkstatt lässt verschiedene Menschen zu Wort kommen, die sich auf ihre persönliche Art und Weise mit Geschlechterrollen und gesellschaftlichen Erwartungen auseinandersetzen. Da gibt es z.B. Christina, die als erste Frau in Nürnberg zur Brandmeisterin ausgebildet wurde oder Heinz, der vor über 30 Jahren das Nürnberger Männer Forum gründete.

Wir zeigen den Film „Make Gender irrelevant – Geschlechter. Rollen. Erwartungen“ von Lisa Hopp am Sonntag, 17. Dezember, um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen (Kabel). Livestream: frankenfernsehen.tv.  Wiederholung am Sonntag, 24. Dezember, zu den gleichen Sendezeiten.