2019 feierten Nürnberg und die südpolnische Stadt Krakau gemeinsam das 40-jährige Bestehen ihrer lebendigen Partnerschaft. Vor allem der kulturelle Austausch und die jahrzehntelange Zusammenarbeit der Verkehrsbetriebe sind die Eckpfeiler dieser besonderen Verbindung. Die Freundschaft der beiden Metropolen reicht bis ins Mittelalter zurück und hat sich schon oft bewährt: Sie war eine der ersten deutsch-polnischen Partnerschaften überhaupt, lange vor dem Fall des Eisernen Vorhangs, mit dem Ziel der Annäherung und Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Freundschaft hatte auch Bestand, als in Polen 1981 das Kriegsrecht ausgerufen wurde und manch andere Partnerschaft aufgekündigt wurde. Heute steht sie mit dem Erstarken der rechtskonservativen PiS-Partei in Polen vor neuen Herausforderungen, auch wenn Krakau unter Stadtpräsident Jacek Majchrowski noch immer liberal und weltoffen regiert wird.

Die Medienwerkstatt hat die Jubiläumsfeierlichkeiten in beiden Städten begleitet und gibt Einblick in die Partnerschaftsarbeit, die Deutsche und Polen unkonventionell zusammenbringt. Und sie zeigt, wie sich die Kulturhauptstadt Krakau aus dem Jahr 2000 zu einem wunderschönen Touristenmagneten entwickelt hat und nicht umsonst als „Paris an der Weichsel“ oder „polnisches Florenz“ bezeichnet wird.

Ein Beitrag von Vanessa Hartmann.

Die Dokumentation „Freundschaft mit Bestand – 40 Jahre Städtepartnerschaft Nürnberg-Krakau“ läuft am Sonntag, 9. August, um 19, 21 und 23 Uhr im Franken Fernsehen. Wiederholung am 23. August, Livestream zu den Sendezeiten auf frankenfernsehen.tv