Kategorie: Zeitgeschichte
13.02.1996

Der Kibbuz auf dem Streicher-Hof



Auf einem großen Bauernhof in der Nähe von Cadolzburg lebte bis Kriegsende der NS-Gauleiter Julius Streicher. Im Herbst 1945 errichtete die amerikanische Militärregierung auf dem Landgut ein Lager für jüdische Überlebende des Holocaust.

Bis Ende 1948 wohnten und arbeiteten im Kibbuz Nili - wie die Bewohner ihr Camp nannten - bis zu 150 Menschen jüdischen Glaubens. Mit Hilfe der UN-Flüchtlingsbehörden und Zionistischen Organisationen erhielten die Shoa-Überlebenden eine landwirtschaftliche Ausbildung und sollten dann, mit diesen Fähigkeiten ausgestattet, nach Palästina emigrieren, um dort am Aufbau des Staates Israel mitzuwirken.

Die MEDIENWERKSTATT besuchte drei dieser ehemaligen Kibbuz-Bewohner. Einer der beiden "Kibbuznik" emigrierte 1947 nach Cleveland/Ohio, die anderen beiden gelangten 1947, nach einer langen und schwierigen Reise, endlich nach Israel.
Der Film erzählt ein Stück Regionalgeschichte, das mittlerweile völlig in Vergessenheit geraten ist.

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