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Im Februar 2023 findet in Budapest der sogenannte „Tag der Ehre“ statt – ein jährlich organisiertes Treffen internationaler Neonazis. Antifaschist*innen, auch aus Deutschland, reisen an, um gegen das geschichtsrevisionistische und rassistische Treffen ein Zeichen zu setzen. Die ungarische Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie dabei in koordinierten Gruppen gezielt rechtsextreme Teilnehmer*innen angreifen. Antifaschistische Aktivist*innen dagegen sprechen von ungeplanten Auseinandersetzungen im Umfeld des Nazi-Treffens.

Monate später, im Mai 2024, wird die deutsche Antifaschistin und Künstlerin Hanna S. in Nürnberg festgenommen – unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, gefährlicher Körperverletzung und versuchten Mordes. Im Rahmen des laufenden Prozesses in München soll geklärt werden, was sich damals in Budapest tatsächlich ereignet hat. Eine breite Solidaritätsbewegung formiert sich. Hannas Anwalt Yunus Ziyal weist insbesondere den Vorwurf des versuchten Mordes entschieden zurück. Nach ihrer Verhaftung wird Hannas Fall viel diskutiert. Für die einen ist sie eine potenzielle Gewalttäterin, für viele eine Projektionsfläche im Kampf gegen Rechts.

Der Film „FREE HANNA – Solidarität im Budapest-Komplex“ versucht, sich Hanna auch jenseits der Schlagzeilen zu nähern. Was erzählt ihre Kunst über ihren politischen Kampf – und über sie selbst? Warum setzen sich so viele Menschen außerhalb der Gefängnismauern für sie ein? Und was macht der Umgang der Justiz in Hinblick auf den gesamten Budapest-Komplex mit ihr? Zwischen Briefen aus dem Gefängnis und Gesprächen mit Wegbegleiter*innen entsteht ein Porträt über politische Überzeugung und die Macht der Solidarität.

Wir zeigen den Film „FREE HANNA – Solidarität im Budapest-Komplex“ von Hannah Wolny am Sonntag, 20. Juli, um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen (Kabel). Wiederholung am 27. Juli zu den gleichen Sendezeiten.