Der Tag der russischen Invasion in der Ukraine markiert einen Wendepunkt im Leben von Sofia Ruhlenko, Yaroslaw Lafazan und Kateryna Chebotarova.

Lebhaft sind die ersten Kriegsstunden noch in der Erinnerung. „Plötzlich war die Stille zerbrochen“ (Sofia), „Ich fühlte große Angst aufsteigen“ (Yaroslaw) und: „In mir breiteten sich Schmerz und Wut aus“ (Kateryna). Kurz nach Kriegsausbruch und unter Artilleriebeschuss verlassen die drei ihre Heimatstädte. Schließlich kommen sie in Deutschland an – und damit beginnt für sie ein Lebensabschnitt, der geprägt ist von Verlust und geplatzten Träumen, dem Wunsch nach Integration und der Hoffnung auf Frieden. Wie haben sie die Ankunft erlebt? Wie gehen sie es an, fern der Heimat Fuß zu fassen? 

Sofia formt neue Routinen, verbringt viel Zeit mit dem Deutschlernen und spielt Klavier. Yaroslaw kann Kontakte in einem Nürnberger Hotel knüpfen und Kateryna arbeitet heute im Germanischen Nationalmuseum und organisiert ehrenamtlich Ausflüge und Museumsbesuche für die ukrainische Community aus der Region.

Der Film der Medienwerkstatt porträtiert Sofia, Yaroslaw und Kateryna, und ist in Kooperation mit dem News-Media-Projekt „Nakypilo“ aus unserer Partnerstadt Charkiw entstanden. Für die Filmabschnitte, die von der  Flucht und Ankunft der Protagonist*innen erzählen, hat die ukrainische Künstlerin Kateryna Schkolna Comics gezeichnet und animiert. Die Doku soll auch in Charkiw gezeigt werden. Übersetzungsarbeiten wurden von der Sparkasse Nürnberg unterstützt.


Wir zeigen den Film „Fuß fassen fern der Heimat – Ein deutsch-ukrainisches Filmprojekt“ 
von Sabrina Marzell und Günther Wittmann am Sonntag, 4. Februar, um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen.  (Kabel). Wiederholung am 11. Februar zu den gleichen Sendezeiten. Livestream: frankenfernsehen.tv.