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Krankheit, Trauer und Sterben. Das sind immer noch gesellschaftliche Tabuthemen. Im Erlanger Hospiz am Ohmplatz, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert, gehören die Themen zum Alltag. Aber auch Zufriedenheit, Freude und Leben.

Ihre letzte Lebenszeit verbringen jährlich 35.000 Menschen in deutschen Hospizen. Wer hier wohnt, ist schwerst und unheilbar krank und wird sterben. Ein Ort voller Schwere und Traurigkeit, mögen Außenstehende vermuten. Doch diese Vorstellung erweitert schnell, wer Menschen im Hospiz kennenlernt.

Die MEDIENWERKSTATT durfte über mehrere Monate die Menschen und das Leben im Erlanger Hospiz am Ohmplatz begleiten. Eines von rund 260 stationären Erwachsenenhospizen in Deutschland.

Der entstandene Dokumentarfilm porträtiert Menschen, die hier ein letztes Zuhause finden und als Gäst*innen individuelle Begleitung sowie einfühlsame Pflege erfahren. Pflegekräfte, die von ausreichend Zeit, Zufriedenheit im Job und Wertschätzung bei der Arbeit berichten. Die Kunsttherapeutin und den Musiktherapeuten, die mit Kreativität durch schwere Stunden helfen. Dankbare Angehörige und engagierte Ehrenamtliche.

Feste und Todesfälle, Lachen und Tränen, Leben und Sterben: All das, was wir in berührenden Aufnahmen einfangen durften, gehört zum Hospiz. Den Menschen dort ist es ein Anliegen, die ganze Bandbreite zu zeigen und damit zu einer Enttabuisierung beizutragen. Ihre Geschichten erzählen vom Leben bis zum Ende.

Der Film „Leben bis zum Ende – Menschen im Hospizvon Judith Dauwalter läuft am Sonntag, 13. Oktober, um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen (Kabel). Wiederholung am 20. Oktober zu den gleichen Sendezeiten. Livestream: frankenfernsehen.tv.