Gemeinsam ohne Chef

Neue Nürnberger Kollektive

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Wintersalat aus der Nürnberger Innenstadt oder Kickerkult in der linken Szenekneipe: so unterschiedlich sind die Projekte von Nürnberger Kollektiven. Manche Zusammenschlüsse verdienen Geld mit ihrer Arbeit, andere engagieren sich ehrenamtlich. Organisiert sind sie als Gruppen, Vereine, Gesellschaften oder Unternehmer. Und doch haben sie auch einiges gemeinsam: Kein Chef, geteilte Verantwortung und gemeinschaftliche Entscheidungen sind die Grundsätze von Kollektiven. Sie sehen das als alternative Form der Zusammenarbeit, die Leidenschaft vor wirtschaftlichen Erfolg stellt. Vor einem Jahr haben Kollektive aus ganz Deutschland ihre Überzeugungen erstmals auf einer Messe in Nürnberg präsentiert. Die Szene wächst bundesweit und das gilt auch für Franken. Ein neuer Kollektiv-Trend, nachdem es um die erste Welle der 1980er Jahre zwischenzeitlich sehr ruhig geworden war. Wie überlebensfähig, alternativ und vielfältig Kollektive sein können, zeigt die Medienwerkstatt anhand von Beispielen aus Nürnberg.