https://youtube.com/embed/j5AQD68awLE https://youtube-nocookie.com/embed/j5AQD68awLE

Nachgefragt: Die Nürnberger Friedensbewegung 2023

Frieden schaffen ohne Waffen?

12994 Views

Frieden schaffen ohne Waffen? Geht das überhaupt? Was sagt die Nürnberger Friedensbewegung im Jahr zwei des Ukraine-Kriegs? 2015 hatten wir die Bewegung, die in den 80er Jahren ihre Hochzeit hatte, schon einmal interviewt. Damals trieb sie die Angst vor einem Atom-Krieg auf die Straße. Sie demonstrierten nicht nur bei Ostermärschen, sondern auch mit Sitzblockaden und Umfrageaktionen gegen die Pershing II-Stationierung in Deutschland, den Nato-Doppelbeschluss und für die Abrüstung. Dann fiel der Eiserne Vorhang und der traditionelle Ostermarsch, der einmal im Jahr auch Tausende Nürnberger*innen mobilisierte, schrumpfte zusammen auf ein hartes Kernchen an überzeugten Friedensaktivist*innen. Für sie ist Krieg, egal in welchem Land der Welt und aus welchen Motiven, nicht hinnehmbar. 2023 haben die Ostermärsche wieder größeren Zulauf. Wieder treibt die Angst vor einem Dritten Weltkrieg die Menschen auf die Straße. Und ähnlich wie in den 80er Jahren wird das Engagement für den Frieden kritisiert.

Was anders ist: Die Kritik kommt auch aus den eigenen Reihen. Was macht das mit Friedensaktivist*innen in Nürnberg? Wie stellen sie sich ein Ende des Ukraine-Kriegs vor? Was macht ihnen Hoffnung und woher nehmen sie die Kraft, sich weiter für ihre Überzeugungen einzusetzen? Die Medienwerkstatt hat sich mit Vertreter*innen der 80er-Friedensbewegung Ausschnitte unseres alten Films von 2015 angeschaut und darüber gesprochen, was sich seitdem verändert hat. Im Friedensmuseum Nürnberg kommen zu Wort: Elke Winter vom Nürnberger Friedensmuseum, Hans-Günther Schramm u.a. vom Nürnberger Evangelisches Forum für den Frieden und Monika Ott, ehemaliges Mitglied der gewaltfreien Gruppe „Sandkörner“. Moderiert wird das Gespräch von Michael Aue.

Jahr

2023

Datum

11.05.2023

Autor/in