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Am 8. März wird gewählt. Erschreckende 20 Prozent wollen Stand heute ihr Kreuz bei der AfD machen. Bei einer Partei, die bewusst spaltet und hetzt, Menschen mit wenig Einkommen gegeneinander ausspielt. Gleichberechtigung, Inklusion und Selbstbestimmung infrage stellt. Wie verändert so ein Geist das tägliche Leben? Was passiert, wenn Feindbilder das Miteinander in einer Nachbarschaft vergiften? Annette Link hat zur NS-Zeit in ihrer eigenen Nachbarschaft im Loher Moos recherchiert und Geschichten von Verfolgung, Verblendung, Widerstand und Zusammenhalt entdeckt.

Wie wichtig ist das Miteinander in einer Nachbarschaft – und wie verletzlich, wenn politische Kräfte spalten? In ihrem Dokumentarfilm „Zusammenhalt? Die Geschichte einer zerrissenen Nachbarschaft“ blickt Filmautorin Annette Link in die Vergangenheit ihrer eigenen Nachbarschaft im Loher Moos: Einst eine rote Siedlung, entstanden in einem solidarischen Kraftakt der Selbstermächtigung – und dennoch ab 1933 geprägt durch die Unmenschlichkeit der NSDAP.

Historische Bilder, Archivmaterial und bewegende Zeitzeugenberichte zeigen, wie politische Extreme und gesellschaftliche Umbrüche selbst engste Nachbarschaften auseinanderreißen können. Wie politische Entscheidungen in Berlin, das Leben, die Beziehungen vor Ort verändern. Jüdische Familien müssen fliehen, werden deportiert. Widerstandskämpfer riskieren ihr Leben, Nachbarn werden zu Gegnern.

Wäre heute so etwas noch möglich? Auch dieser Frage geht der Film nach, findet ein lebendiges Miteinander im heutigen Loher Moos – und unterschiedliche Vorstellungen davon, wie ein gutes Zusammenleben funktionieren kann. Ein bewegendes Porträt über Nachbarschaft, Solidarität und die Verantwortung, aus der Geschichte zu lernen.

Wir zeigen den Film „Zusammenhalt? Die Geschichte einer zerrissenen Nachbarschaft“ von Annette Link am Sonntag, 11. Januar um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen (Kabel). Wiederholung am 18. Januar zu den gleichen Sendezeiten.