Zwischen Schäufele und Shakespeare

Die zwei Leben des Norbert Treuheit

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Die kulturelle Großtat ist vollbracht: William Shakespeare spricht von nun an ein präzises, verständliches Deutsch. Nach mehr als 20 Jahren liegt die neu übersetzte Gesamt-Ausgabe zweisprachig vor, in 39 Bänden. Zu danken ist das dem Mut des Verlegers Norbert Treuheit sowie der Meisterschaft des Übersetzers Frank Günther.

„Ars vivendi“ heißt der Cadolzburger Verlag, der sich an den größten Schriftsteller aller Zeiten herantraute – argwöhnisch beobachtet von der Konkurrenz, die ihn und das Unterfangen für verrückt hielt. Wie der Name „Ars vivendi“ schon sagt, hatte sich das Sortiment von Norbert Treuheit vor allem auf die Kunst des Lebens verlegt, auf die schönen Dinge, wie Kalender, Kochbücher, Dialekt-Lyrik, Regional-Krimis – und war damit sehr erfolgreich.

Und dann Shakespeare! Der stellte Verleger wie Übersetzer auf eine harte Probe. Krankheiten und Unwetter drohten, das Mammutprojekt scheitern zu lassen. Die Medienwerkstatt Franken stellt den Verleger Norbert Treuheit vor, der aus der Idylle des Marktes Cadolzburg im Landkreis Fürth die literarische Welt das Wundern lehrte.