“Parteiisch sein, Sympathie wecken”

Der Filmemacher Michael Aue

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Mit großer Empathie für seine Protagonist*innen macht Michael Aue seit 35 Jahren Filme für die Medienwerkstatt. In seinen berührenden und vielfach ausgezeichneten Dokumentationen öffnen sich die unterschiedlichsten Menschen: Menschen mit Erkrankungen oder Behinderungen, manchmal auch Sterbende und all jene, die am Rand der Gesellschaft stehen und Ausgrenzung erfahren. Das geht oft an die Schmerzgrenze, kommt aber nicht von ungefähr. Sein Debüt als Filmautor war das Porträt eines an Aids erkrankten Freundes und bot ihm die Möglichkeit, endlich Verständnis für die Betroffenen zu schaffen und dem nahenden Tod des Freundes etwas entgegenzusetzen. „Noch leb‘ ich ja“ war einer der ersten Filme zum Thema Aids und ein internationaler Erfolg. Doch nicht nur die Aids-Krise und der Verlust vieler Freunde haben Michael Aue geprägt. Sein Faible für Kunst und Kultur setzte er in zahlreiche Filme um und muss längst nicht mehr damit hadern, dass es mit der Theaterkarriere nicht geklappt hat. Für die Medienwerkstatt war´s ein großes Glück – anlässlich seines 70. Geburtstags im Januar 2021 widmen wir unserem Kollegen und Freund Michael Aue ein Porträt.