Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Z-Baus im vergangenen Jahr ist ein Film entstanden, der einen ganz besonderen Blick auf diesen außergewöhnlichen Kulturort wirft. Die Dokumentation beleuchtet die radikale Transformation des Areals – von der ehemaligen SS-Kaserne über die jahrzehntelange Nutzung durch die US-Army bis hin zum pulsierenden Kulturzentrum von heute. Im Fokus stehen dabei nicht nur die wechselvolle Geschichte, sondern vor allem die Menschen und Initiativen, die das Haus heute prägen.
Die Dokumentation wird sowohl in der Sendung am Sonntag als auch bei einer Filmvorführung am 02.07. im Rahmen des Z-Bau-Biergartens gezeigt, begleitet von einem bunten Rahmenprogramm. Dazu seid ihr herzlich eingeladen!
Der Z-Bau ist heute eines der wichtigsten Kulturzentren Nürnbergs und ein lebendiger Mikrokosmos der Subkultur. Doch hinter den bekannten Konzerten und Partys verbirgt sich eine enorme Vielfalt: Unter dem Dach des Z-Baus arbeitet und wirkt mittlerweile eine bunte Mischung aus unterschiedlichsten Projekten – darunter der legendäre Kunstverein, das Stadtentwicklungsprojekt Urban Lab, Musiker*innen, der Brauereiverein Z-Bräu, das Zirkuslabor sowie der gemeinschaftlich bewirtschaftete Nordgarten. Sie alle prägen das Haus als einen Ort für Experimente und gemeinschaftliches Arbeiten.
Unsere Dokumentation zeichnet nach, wie aus einem ehemaligen NS-Gebäude dieser offene, inklusive und politische Freiraum entstehen konnte. Denn die Mauern wurden für das Gegenteil gebaut: Ab 1937 von den Nationalsozialisten als SS-Kaserne errichtet und nach dem Krieg jahrzehntelang von der US-Army genutzt, war das Areal lange Zeit eine hermetisch abgeriegelte Sperrzone. Der Film nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine filmische Zeitreise – von der friedlichen Kaperung durch die freie Szene Ende der 90er über Meilensteine wie den Club „Zoom“ bis hin zur Fast-Schließung im Jahr 2010.
Im Mittelpunkt stehen vor allem die Menschen, die den Z-Bau heute durch Kollektivstrukturen und ehrenamtliches Engagement tragen. Musiker*innen, Mieter*innen und Mitarbeiter*innen erzählen, wie Selbstverwaltung und Community-Arbeit funktionieren und warum dieser Ort für die freie Kulturszene der Stadt so unverzichtbar ist.
Gefördert von der Rudolf und Eberhard Bauer Stiftung.
Wir zeigen den Film „Der Z-Bau: Ein Ort im Wandel – Von der SS-Kaserne zum kulturellen Freiraum” von Gleb Lasarew am Sonntag, 31. Mai um 21 Uhr auf Franken Plus (Satellit) sowie um 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen (Kabel). Wiederholung am 7. Juni zu den gleichen Sendezeiten. Livestream: frankenfernsehen.tv.