Unsere Erstrecherche für KI-generierte Untertitel auf Knopfdruck hat uns zu einigen Tools geführt. Diese haben wir nun für euch getestet, um herauszufinden, ob KI uns wirklich dabei helfen kann, unsere Inhalte zukünftig barrierefreier zu gestalten. Nach den professionellen Schnittprogrammen kommen jetzt die webbasierten Programme dran. Hierfür schauen wir uns beispielshaft vier Programme an: Canva, Capcut, Media.io, Veed.io. Aber wie gut sind denn die Cloudbasierten Programme?
Canva
In Canva konnte nur ein Video untertitelt werden bevor das Programm das Streiken anfing. Nur zwei Filme gibt es in der Kostenlosversion. Danach konnten keine Untertitel mit exportiert werden. Demnach können wir über Canva kein Fazit ziehen.
Capcut
Da diese Programme alle webbasiert sind muss man seine Videos auch auf deren Cloud hochladen. Bei Capcut funktionierte das Hochladen der Videos am Anfang gut, Beim Pottensteinfilm ist das Programm relativ gut, aber macht dennoch vergleichsweise viele Fehler. Die Groß- und Kleinschreibung klappt so gut wie gar nicht, und auch die Interpunktion ist fragwürdig. Dialekt wird nicht erkannt. Bei dem Ausschnitt von der Bücherwerkstatt, mit dem oberpfälzischen Gedicht, verschluckt das Programm nur ein Wort. Aber es untertitelt auch nicht das vollständige Video, sondern lediglich nur die Hälfte. Außerdem kam es ab dem dritten Video zu unerklärbaren Problemen, so dass wir die anderen Videos nicht testen konnten.
Veed.io
Veed.io ist das einzige Programm, welches alle Videos automatisch untertitelt hat. Nur das Video der Iranischen Aktivistinnen musste gekürzt werden, da man bei Veed.io in der kostenlosen Variante nur eine bestimmte Dauer mit Untertiteln versehen kann. Das Programm macht wenige Fehler und selbst bei dem Ausschnitt aus der Bücherwerkstatt, erkennt es nicht nur was man hören kann, sondern auch teilweise was gemeint ist. Damit ist Veed.io bei der Untertitelung nicht nur im Vergleich zu den anderen kostenlosen webbasierten Systemen ganz weit vorne mit dabei, sondern auch im Vergleich zu den professionellen Schnittprogrammen.
Media.io
Bei Media.io war es ebenfalls nicht möglich alle Videos zu untertiteln, da die Untertitelungsfunktion nach einer Weile eine Fehlermeldung zeigte. Außerdem brennt das Programm bei der Kostenlosversion sein Logo immer mit ein. Der Pottensteinausschnitt wurde gut verarbeitet, hat jedoch im Gegensatz zu anderen Programmen deutlich mehr Fehler. Bei dem Gedicht ist die Untertitelfunktion nicht annähernd so gut wie andere.
Fazit
Die webbasierten Programme bieten zwar eine Alternative zu teuren Schnittprogrammen, dennoch sind die Schnittprogramme zuverlässiger und fehlerarmer. Der erhöhte Aufwand, ein Video im Schnittprogramm erst zu schneiden, dann zu exportieren nur um es in ein Programm zu setzten laden, welches weniger Bearbeitungsmöglichkeiten hat, hält mehr auf, als dass es hilft. Nur wenn diese Programme tatsächlich um ein gutes Stück besser wären, dann wäre dieser Mehraufwand gerechtfertigt.