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Endlich Frau

Eine transidentische Reise (2001)

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Seit 2018 darf unter anderem auf dem Personalausweis “divers” oder “ohne” stehen: Deutschland erkennt damit rechtlich an, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Menschen können ihren Geschlechtseintrag und Vornamen seit ein paar Wochen einfacher ändern, dank des Selbstbestimmungsgesetzes. Hormontherapien und Operationsmethoden haben sich weiterentwickelt. Viel Positives ist also passiert für inter und trans Menschen in den vergangenen 20 Jahren. Oder? Gendern ist in Bayern seit in Behörden, an Schulen und Hochschulen verboten. Bei den Europawahlen 2024 haben in Deutschland Parteien zugelegt, die sich klar transfeindlich positionieren: Das Bündnis Sahra Wagenknecht und die AfD. Laut Zahlen von Bundeskriminalamt und Bundesinnenministerium gab es im Jahr 2023 rund 850 Straftaten im Bereich „geschlechtsbezogene Diversität“ – doppelt so viele wie im Vorjahr.

Immer noch gibt es also leider viel Grund zur Sorge bei Transmenschen. Und das 20 Jahre, nachdem MEDIENWERKSTATT-Autor Winfried Schuhmann Shalina Kimpling begleitet hat – und ihre Geschlechtsangleichung vom Mann zur Frau: 1992 lernt Dokumentarfilmautor Winfried Schuhmann einen Therapeuten kennen und freundet sich mit ihm an. Inzwischen ist aus dem Therapeuten eine Therapeutin geworden, die den Namen Shalina für sich ausgewählt hat. Vor der Namensänderung lag ein langwieriger, oft schmerzhafter Prozess, begleitet von Zweifeln und Ängsten, aber auch bestärkt von der unerschütterlichen Gewissheit, ein authentisches Leben führen zu wollen. Dann schließlich die Entscheidung, die weibliche Identität durch eine Geschlechtsangleichung endgültig auch im Äußeren zu manifestieren. Zwei Jahre lang hat Winfried Schuhmann für die MEDIENWERKSTATT den Weg Shalinas in ein neues Leben durch alle Höhen und Tiefen mit der Kamera begleitet. Entstanden ist dabei das berührende Portrait einer Grenzgängerin zwischen den Geschlechtern.