Seit 45 Jahren stecken wir viel Herzblut in unsere Arbeit: Und produzieren vielfach ausgezeichnete, hochwertige Regionaldokus. Wir nehmen die Menschen in unserer Nachbarschaft ernst – junge und alte, queere, migrantische, behinderte, wohnungslose, engagierte, ärmere, bildungsferne und -nahe. Unsere Filme sind niedrigschwellig, dauerhaft und kostenlos abrufbar: Durch TV-Ausstrahlung und Mediathek. Das soll so bleiben. Doch die Produktion kostet Geld.
Vielfalt im Privat-TV – nur mit uns!
Konkreter: 22 neue Halbstundendokus erstellen wir jährlich, damit beauftragt uns die Bayerische Landesanstalt für Neue Medien (BLM), um die Vielfalt im Privatfernsehen zu wahren. Aktuell stemmen wir das mit rund 170.000 Euro stetigen Fördergeldern. Rund 80 Prozent kommen von der BLM, der Rest von der Stadt Nürnberg. Darüber hinaus werben wir in mühevoller Kleinarbeit weitere Zuschüsse, Stiftungsgelder etc ein. Und: Obwohl wir alle hauptberuflich Filmschaffende und Journalist*innen sind, erledigen wir viel Arbeit in der Medienwerkstatt ehrenamtlich, beziehungsweise bezahlen uns prekär.
Zum Vergleich: Laut Veröffentlichungen von Sendern und Förderanstalten liegen die Kosten für öffentlich-rechtliche oder High-Budget-Dokus schnell im sechsstelligen Bereich. Pro Produktion.
Wir wollen eine sozialkritische Stimme bleiben
Während Kosten steigen, bleiben Fördergelder seit über zehn Jahren auf dem gleichen Stand oder brechen sogar ein. Unsere Querfinanzierung durch Auftragsarbeiten für soziale und öffentliche Auftraggeber fällt weg: Grund sind Sparmaßnahmen und sinkendes Interesse am Format des dokumentarischen Imagefilms. Neue Aufgaben kommen dazu, weil wir Neue Medien bedienen und Barrieren abbauen wollen. Gleichzeitig sinkt die Bereitschaft, für gute Medieninhalte zu bezahlen.
Um endlich faire Löhne zu bezahlen, um unser Equipment auf dem aktuellen Stand zu halten, um bei den medialen Entwicklungen am Ball zu bleiben und mit all dem eine sozialkritische Stimme für Vielfalt, Toleranz und Miteinander in der Region zu bleiben – benötigen wir etwa 300.000 Euro im Jahr. Mit diesem Crowdfunding wollen wir auf unsere Situation aufmerksam machen und möglichst viele Privatpersonen finden, denen unsere Arbeit wichtig ist. Um unser Ziel zu erreichen, planen wir weitere Maßnahmen.
Wir stärken die Demokratie
Der Lokaljournalismus ist seit Jahren in einer prekären Lage, die sich immer weiter verschärft. Studien zeigen, dass an Orten, wo die Pressevielfalt schwindet, der Populismus erstarkt. Wir wissen: Lokaljournalismus ist systemrelevant. Gerade diese Einrichtungen stärken die Demokratie, da sie den auf Aufmerksamkeitsmaximierung getrimmten Algorithmen der Sozialen Medien einen wichtigen Gegenpol bieten.
Damit es weiter geht
Unser Crowdfunding soll helfen, die verbleibende Finanzierungslücke zu schließen. Denn unabhängiger lokaler Dokumentarfilm kann nicht dauerhaft davon leben, dass Filmschaffende unter ihrem eigentlichen Honorar arbeiten oder Teile ihrer Arbeit unbezahlt leisten. Unterstützt unser Crowdfunding und teilt den Link!
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