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Pop aus der Provinz

Schicksal oder Chance?

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In Franken eine Rock-Karriere zu starten, erscheint auf den ersten Blick nicht unbedingt einfach. Dabei waren es zwei Nürnberger Bands, die in der 60er Jahren als Hoffnungsträger galten: „Ihre Kinder“ experimentierten 1969 als erste Rockband mit deutschen Texten. Den Erfolg heimsten später allerdings Udo Lindenberg und andere ein. „Improved Sound Limited“ wurde 1966 zur besten Beat Band Bayerns gekürt. Die Mitglieder machten erfolgreich Filmmusik für Wim Wenders und Michael Verhoeven – doch entschieden sich dann für sicherere Berufe. Inzwischen gibt es auch in Franken Bands, die erfolgreich im Geschäft mitmischen. Dafür stehen zwei Beispiele der jüngeren Generation: „J.B.O.“, die Spaßrocker aus Erlangen, haben mit ihren fränkischen Cover-Versionen bekannter Hits ein Riesenpublikum gefunden und treten bei großen Festivals auf. „Smokestack Lightnin’“, die Alternative-Country-Band aus Nürnberg, hat sich von Anfang an überregional orientiert. Ihre Tourneen führten sie bis nach Amerika. Eine ihrer Platten nahmen sie in Nashville/USA auf. Seit einiger Zeit begleiten sie das Solo-Projekt des Ärzte-Schlagzeugers Bela B. Kein Grund zum Verzweifeln also. Auch wenn Sonny Hennig („Ihre Kinder“) im Rückblick erkennt: „Man muss weg von hier, dorthin, wo die Party läuft.“ „Provinz ist ein gutes Wort“, sagt dagegen Axel Linstädt von „Improved Sound Limited“. Er hat längst seinen Frieden mit der Musikszene geschlossen. Für die Bands von heute ist die Standortfrage dagegen kein Thema mehr – Internet und Facebook sei Dank. Für die MEDIENWERKSTATT Dokumentation „Pop aus der Provinz“ sind die Nürnberger Journalisten Steffen Radlmaier und Stefan Gnad 2013 in Frankens Musikszene eingetaucht.