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Her mit dem ganzen Leben!
25 Jahre Nürnberger Frauenbüro
Um die Chancengleichheit von Frauen bei und in der Stadt Nürnberg durchzusetzen, wurde vor 25 Jahre das Nürnberger Frauenbüro geschaffen – und damit das Amt der Frauenbeauftragten. Doch wie genau die Aufgaben der Frauenbeauftragten aussehen, mag heute kaum eine zu sagen. Und irgendwie haftet schon dem Begriff etwas Verkniffen- Muffiges an. Überflüssig, meinen ergo junge Frauen heute, die die gläserne Decke männlicher Seilschaften noch nicht zu spüren bekommen haben. Nicht die schon wieder, denken die Kollegen der Stadtverwaltung, die doch bitte ohne Einmischung ihren alt hergebrachten Stiefel weiter durchziehen wollen. Zu zahm, kritisieren engagierte Frauen, die den institutionalisierten Kolleginnen den Kampfgeist absprechen.
In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Nürnberger Frauenbeauftragte Ida Hiller und ihre Stellvertreterin Eva Löhner nun also seit 25 Jahren – und haben sich dementsprechend viel Gelassenheit und auch etwas Galgenhumor antrainiert. Dabei ist das Thema Gleichstellung von Frauen und Männern innerhalb der Nürnberger Stadtverwaltung genauso wie innerhalb der Gesellschaft gesetzt; die Themen aber gehen den Frauenbeauftragten dennoch nicht aus: Wirtschaftlich sind Frauen nach wie vor benachteiligt; verdienen weniger, bekommen eine geringere Rente, arbeiten häufiger in Minijobs und seltener in Führungspositionen – und auch Haushalt und Kindererziehung lasten nach wie vor überwiegend auf ihren Schultern. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Auf
kommunaler Ebene aber geht die Saat der Frauenbeauftragten bereits auf; für städtische Mitarbeiterinnen und für die Bürgerinnen in Nürnberg hat sich einiges zum Positiven gewandelt. Das 25-jährige Jubiläum des Frauenbüros im vergangenen November nimmt die MEDIENWERKSTATT zum Anlass, die Arbeit der Frauenbeauftragten und ihrer Stellvertreterin vorzustellen und gemeinsam zu bilanzieren.
Jahr
2012
Datum
21.10.2026