Eldar Khalil


Meine Leidenschaft für das Kino entstand während meiner Arbeit beim
Fernsehsender, wo ich im Bereich Werbung tätig war. Damals war ich zum
ersten Mal an einem Filmset – und diese Welt hat mich sofort in ihren Bann
gezogen. Die Atmosphäre am Set, die lebendigen Emotionen und die Magie,
wenn vor der Kamera eine Geschichte entsteht, haben einen großen Eindruck
auf mich gemacht. Irgendwann wurde mir klar, dass Werbung nicht mein Weg
ist, und ich entschied mich, in die Postproduktion zu wechseln. Dort lernte
ich meine spätere Ehefrau Fatima kennen – einen Menschen, mit dem mich
später nicht nur das Leben, sondern auch die gemeinsame kreative Arbeit
verbinden sollte 🙂

Später, als ich bereits an einem Filmstudio in der Ukraine als
Schnittregisseur arbeitete, lernte ich eine außergewöhnliche Persönlichkeit
kennen – den Dokumentarfilmregisseur Sergej Bukowski, einen wahren Meister
des visuellen Erzählens. Er hat mir eine tiefe Liebe zum Dokumentarfilm
vermittelt und mir geholfen, Kino anders zu sehen: als eine Möglichkeit,
feinfühlig und ehrlich über Menschen zu erzählen. Später absolvierte ich
die Schule für Dokumentarfilm von Sergej Bukowski, und diese Erfahrung
prägte meinen Stil maßgeblich – ruhiges, beobachtendes, zurückhaltendes
Kino.

Gleichzeitig begannen wir mit meiner Frau, Porträtfilme über Krimtataren zu
drehen, in denen wir wichtige gesellschaftliche Themen aufgriffen, und wir
schufen das Projekt I’M CRIMEAN TATAR. Im Dokumentarfilm ist es mir
besonders wichtig, dem Protagonisten die Freiheit zu geben, einfach er
selbst zu sein, die Natürlichkeit des Moments zu bewahren und dabei stets
aufmerksam für Details zu bleiben.

Meine Reise in die Welt des Films begann 2013, und seitdem hat mich die
Liebe zum Geschichtenerzählen durch die Kamera keinen einzigen Tag
verlassen.

Nach Beginn des Krieges in der Ukraine musste unsere Familie nach
Deutschland ziehen. Eine der ersten Herausforderungen war die
Unmöglichkeit, ohne Sprachkenntnisse weiter im Medienbereich zu arbeiten.
Doch mit der Zeit änderte sich die Situation: Wir lernten die Arbeit der Medienwerkstatt kennen,

und dank dieser Begegnung erhielten wir die Möglichkeit, unseren ersten

Dokumentarfilm in Deutschland für einen
Fernsehsender zu drehen. Für uns war das nicht nur eine berufliche Chance,
sondern auch eine wichtige Unterstützung in einem neuen Lebensabschnitt.

Ich hoffe sehr, dass unsere Zusammenarbeit mit der Medienwerkstatt
weitergeht und wir auch künftig das tun können, was wir am meisten lieben –
Geschichten über Menschen und für Menschen zu erzählen.

Filmographie

  • Jahr Film Titel
  • 2026 Die Krim in mir