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Sich die Ernte teilen

Solidarische Landwirtschaft auf dem Dollingerhof

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Haben wir uns von der Natur entfernt? Sind uns der Geruch von frischem Heu und das Gefühl von feuchter Erde zwischen den Fingern fremd geworden und was bedeutet eine derartige Entfremdung? Im Hinblick auf die drohende Klimakatastrophe stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Umwelt immer häufiger.  Die Landwirtschaft nimmt als einer von fünf Sektoren, in denen laut Bundes-Klimaschutzgesetz CO² eingespart werden muss, eine entscheidende Rolle ein, um Deutschland bis 2045 klimaneutral zu machen. Fragen nach Ressourcenverbrauch, Umweltbelastung, Tierhaltung und Ernährungssicherheit werden in diesem Zusammenhang immer drängender.

Die Suche nach nachhaltigeren Formen der Landwirtschaft führt unter anderem zum Konzept der solidarischen Landwirtschaft, kurz „Solawi“. Im Raum Nürnberg gibt es zwei derartige Konzepte – eines davon hat sich die Medienwerkstatt genauer angeschaut: den Dollingerhof in Offenbau, der seit über zehn Jahren solidarisch bewirtschaftet wird: Die Bäuerin Claudia Dollinger und ihre Mitarbeiter*innen sind von früh bis spät auf den Beinen, um den Hof am Laufen zu halten. Unterstützt werden sie dabei von den Ernteteiler*innen, die an mindestens zwei halben Tagen im Jahr auf dem Hof mitarbeiten.

Einmal in der Woche werden Gemüse, Eier, Milchprodukte, Mehl, Nudeln und manchmal Fleisch in die Abholstationen geliefert, wo die Ernteteiler*innen ihre Anteile an der Ernte abholen – natürlich alles verpackungsfrei.

Vom Melken der Kühe, Hühner füttern durch Kinder vom Hofkindergarten, über Kreislaufwirtschaft, Demeter und Blühstreifen, bis hin zur Hofführung und Erntefest – die Medienwerkstatt gibt Einblicke in das Konzept der solidarischen Landwirtschaft und zeigt die Menschen, die dahinterstehen.