Kategorie: Aktuelles
08.03.2016

Film über die Nürnberger Frauenbewegung im Kino

Am Samstag, 19. März, zeigt das Filmhaus-Kino den Film "Die Hälfte des Himmels" von Medienwerkstatt-Autorin Vanessa Hartmann. Zahlreiche Veranstaltungen im Frauenmonat März. 

Das Foto zeigt eine der zahlreichen Aktionen der Nürnberger Frauenbewegung anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März. Mitinitiatorinnen waren Annemarie Rufer und Conny Schmidt, die beide im Film zu Wort kommen.


NÜRNBERG. Am 8. März ist Weltfrauentag. Ein Tag, der für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung von Frauen steht. Werte, die in vielen Ländern und in vielen Lebensbereichen lange nicht erreicht sind. In Nürnberg steht der gesamte Monat März unter dem Motto. Das Mädchen- und Frauen Fachforum Nürnberg (MuFFiN) organisiert dazu zahlreiche Veranstaltungen.

Am Samstag, 19. März, wird in diesem Rahmen die Medienwerkstatt-Dokumentation "Die Hälfte des Himmels" über die Nürnberger Frauenbewegung der 70er- und 80er-Jahre gezeigt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Filmhaus-Kino in der Königstraße 93. Nach dem Film gibt es eine Diskussionsrunde unter anderem mit Autorin Vanessa Hartmann. Der Eintritt kostet 3 Euro.

Nürnbergerinnen rückten Frauenthemen in den Fokus 

Im Film "Die Hälfte des Himmels" kommen Aktivistinnen der Nürnberger Frauenbewegung zu Wort. Sie machten in der 70ern und 80ern mit vielen Aktionen auf die Unterdrückung und Ausgrenzung von Frauen aufmerksam und gründeten Einrichtungen und Projekte, die bis heute wirken. Der Verein Pro Familia, das Frauenhaus, der Frauennotruf, das Frauengesundheitszentrum und viele mehr haben ihren Ursprung in der Frauenbewegung. 

Ab Anfang der 80er Jahre erwirkten die Frauen vom „Nürnberger Frauenbündnis“, dass auch im Stadtrat Frauenthemen berücksichtigt wurden und ihren Eingang in die Stadtpolitik fanden. Die Nürnberger Frauenbeauftragte wurde Mitte der 80er Jahre installiert, der Frauenförderpreis wird seit 1990 verliehen und für einige Jahre gab es im Stadtrat eine Gleichstellungskommission, in der beispielsweise das Thema frauenfreundliche Stadtplanung aufs Tapet kam.

"Stationen des Feminismus"

Bereits vor dem Film können Interessierte am 19. März um 16 Uhr an einem Spaziergang teilnehmen, der an unterschiedlichen Stationen Halt macht. So zum Beispiel im ehemaligen Frauenzentrum in der Saldoferstraße, im Gewerkschaftshaus am Kornmarkt zum Gespräch mit Gewerkschaftlerin Helene Grünberg und in der Straße der Menschenrechte, wo die Gruppe auf Kasha Nabagesera, Trägerin des Nürnberger Menschenrechtspreises, trifft. Der Spaziergang endet im Künstlerhaus, wo die "Frauenrechtlerin des Frankenlandes", Bertha Kipfmüller, vor dem Film über den Kampf um Bildung, Beruf und Wahlrecht spricht.

Treffpunkt für den Spaziergang ist um 16 Uhr in der Fürther Straße, am Ausgang der U-Bahn-Station Bärenschanze, Ausgang Troststraße. Weitere Infos zu den Stationen des Spaziergangs gibt es hier.

 Einen Überblick über alle Veranstaltungen gibt es auf der Seite von MuFFin.

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