Kategorie: Sendungen
02.09.2015

Trend "Upcycling"

Upcycling - Bloß nichts wegschmeißen!

Sendedatum: Sonntag, 21. Juni, 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen
Wiederholung: Sonntag, 6. September, 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen
Autorin: Stefanie Knoll

Die Zeiten der Wegwerfgesellschaft sind vorbei – aus den hippen Großstädten Europas schwappt ein Trend nach Franken, der ziemlich okö ist: Upcycling. Aus Müll werden neue, schöne, ungewöhnliche Dinge gemacht. Neben dem Wunsch nach Nachhaltigkeit geht es dabei vor allem um die zündende Idee, damit das neue Produkt auch seine Fans und Käufer findet.

Schneiderin Julia Harth arbeitet in der Fürther Waagstraße mit Nadel und Faden. Ob Vorhang, Krawatte oder Polsterbezug – die überzeugte Recyclerin kombiniert, was ihr in die Finger kommt, zu zeitlos schlichten Kleidern, Röcken, Westen und Taschen.

In Brigitte Wullenwebers Erlanger Ladengeschäft sind Taschen und Mappen aus alten Fahrradschläuchen zu haben. Die passionierte Radlerin hat bereits vor Jahren den schwarzen Rohstoff für sich entdeckt und damit unter der Nähmaschine experimentiert.

Ralph Haydl sammelt in Nürnberger Kneipen und Cafés seinen Rohstoff fürs Upcycling ein: der Kaffeesatz ist ein idealer Nährboden für Speisepilze. Nach mehr als einem Jahr voller Versuchsreihen hat der einstige BWL-Student sein Pilzpaket zur Marktreife gebracht.

Allen dreien hat Autorin Stefanie Knoll die Frage gestellt, warum sie von ihrer Marktnische so überzeugt sind und ob sie mit Upcycling nur einen kurzlebigen Trend oder einen tiefgehenden Bewusstseinswandel mitgestalten.  

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Brigitte Wullenweber arbeitet in Erlangen mit alten Fahrradschläuchen.

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Ralph Haydl mit seinem Pilzpaket

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Die Fürther Schneiderin Julia Harth

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Im Anschluss wiederholen wir den Film am "Am Schabbes hat der Schoufet frei" von Jim G. Tobias aus dem Jahr 1998.  Darin geht es um die hebräisch-fränkische „Sprache“ die einst im Südwesten Mittelfrankens gesprochen wurde - Lachoudisch. Der in Schopfloch (Lkr. Ansbach) geborene Jude Hans Rosenfeld, war einer letzten, die Lachoudisch noch als Muttersprache gelernt hatten. Er starb im Januar diesen Jahres im Alter von 88 Jahren. Er musste 1938 mit seinen Eltern in die USA emigrieren. Bis zu seinem Tod hatte er eine enge Verbindung zu seiner Heimatgemeinde.

Parallel zur Ausstrahlung im TV ist die Sendung auch im Livestream auf der Homepage von Franken Fernsehen zu sehen. Hier geht es zum Livestream.

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