Kategorie: Sendungen
11.04.2016

Herzenssache

Alltag auf der kinderkardiologischen Intensivstation Uniklinik Erlangen 

Ausgezeichnet mit dem Journalistenpreis des Bundesverbands Herzkranker Kinder e.V.

Autorin: Vanessa Hartmann

Sonntag, 17. April 2016, 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen
Erstausstrahlung: 19. April 2015, 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen
Dauer: 30 Min. 

An den Anblick von Kindern, die man vor lauter Kabeln und Schläuchen kaum sehen kann, haben sie sich gewöhnt; ebenso wie an das stetige Läuten der Monitore und das schnelle Umschalten von Normal- auf Ausnahmezustand:  Die Ärztinnen und Ärzte, Schwestern und Pfleger der kinderkardiologischen Intensivstation des Universitätsklinikums Erlangen, auf der schwer kranke Kinder mit meist angeborenen Herzfehlern oder später erworbenen Herzerkrankungen behandelt und operiert werden. Bayernweit ist  Erlangen neben München die einzige Anlaufstelle dieser Art. Mit dem medizinisch-technischen Fortschritt sind die Möglichkeiten der Behandlung in den letzten Jahren enorm gestiegen, gestiegen sind dadurch aber auch die Anforderungen an ÄrztInnen und Pflegepersonal und die Erwartungen der Eltern.

Mit deren Verzweiflung und dem Leid der Kinder sind die MitarbeiterInnen der Station tagtäglich konfrontiert, häufig mit Extremsituationen, manchmal mit ethischen Fragen. Und das unter Rahmenbedingungen, die in Erlangen noch erträglich, aber zu spüren sind – zu wenig Personal, viele Überstunden, schlechte Bezahlung für die Pflegekräfte, wirtschaftlicher Druck auf Ärzteschaft und Leitung. Gemeinsam arbeiten sie dennoch für ein klares Ziel: Die schnellst mögliche Verlegung der kleinen Patienten auf die „Normalstation“. 

Ein Film über einen Ort, an dem jährlich über 300 Kinderleben gerettet werden – aber auch manche verloren gehen.

Die Medienwerkstatt Sendung läuft parallel zur Ausstrahlung im TV auch im Livestream auf der Homepage von Franken Fernsehen: Hier geht es zum Livestream.


Assistenzärztin Dorothée Böcker (vorne im Bild) ist erst seit kurzem auf der Station. Auch Intensivfachpfleger Marcus Schmidt (hinten rechts) ist noch nicht so lange da – und wird bald wieder die Station wechseln, weil er zu sehr mit den Kindern mitleidet.
Assistenzärztin Dorothée Böcker (vorne im Bild) ist erst seit kurzem auf der Station. Auch Intensivfachpfleger Marcus Schmidt (hinten rechts) ist noch nicht so lange da – und wird bald wieder die Station wechseln, weil er zu sehr mit den Kindern mitleidet.

Viele Kabel, wenig Kind – um die Patienten besser versorgen zu können, hat Karin Hammer eine zweijährige Weiterbildung zur Fachschwester für pädiatrische und neonatologische Intensivpflege absolviert.
Viele Kabel, wenig Kind – um die Patienten besser versorgen zu können, hat Karin Hammer eine zweijährige Weiterbildung zur Fachschwester für pädiatrische und neonatologische Intensivpflege absolviert.

Das gemeinsame Bangen ums Kind schweißt zusammen: Oberärztin Ulrike Doll mit der Mutter einer Patientin. Die Gespräche mit den Eltern sind ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit aller MitarbeiterInnen der Station.
Das gemeinsame Bangen ums Kind schweißt zusammen: Oberärztin Ulrike Doll mit der Mutter einer Patientin. Die Gespräche mit den Eltern sind ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit aller MitarbeiterInnen der Station.

Wirklich Feierabend hat er eigentlich nie: Oberarzt Okan Toka am Bett eines Patienten. Viele Kinder kommen öfter und müssen immer wieder operiert werden – die MitarbeiterInnen sehen sie Heranwachsen; da fällt Distanz schwer.
Wirklich Feierabend hat er eigentlich nie: Oberarzt Okan Toka am Bett eines Patienten. Viele Kinder kommen öfter und müssen immer wieder operiert werden – die MitarbeiterInnen sehen sie Heranwachsen; da fällt Distanz schwer. 

Operiert werden die Kinder in der an die Station angrenzenden Kinderherzchirurgie. Deren Leiter Robert Cesnjevar hat in seiner Laufbahn um die 1500 Kinderherzen operiert.
Operiert werden die Kinder in der an die Station angrenzenden Kinderherzchirurgie. Leiter Robert Cesnjevar hat in seiner Laufbahn um die 1500 Kinderherzen operiert.

Wie fast alle Pflegenden der Station wünscht sich Antonia Rogler mehr Anerkennung für ihre Arbeit – was wirklich dahinter steckt, wissen nur wenige. Trotz Pflegenotstand versucht sie, Zeit für Streicheleinheiten für die Kinder zu erübrigen.
Wie fast alle Pflegenden der Station wünscht sich Antonia Rogler mehr Anerkennung für ihre Arbeit – was wirklich dahinter steckt, wissen nur wenige. Trotz Pflegenotstand versucht sie, Zeit für Streicheleinheiten für die Kinder zu erübrigen.

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