Kategorie: Sendungen
02.05.2017

Die Speer-Legende

Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit

Autoren: Kurt Keerl und Alexander Schmidt

Sonntag, 21. Mai, 19, 21 und 23 Uhr auf Franken Fernsehen
Wiederholung: Sonntag,  11. Juni um 19, 21 Uhr und 23 Uhr auf  Franken Fernsehen

Er war der Hitler-Zeitzeuge par excellence: Albert Speer, Architekt des Nürnberger Reichsparteitagsgeländes und späterer Rüstungsminister des NS-Regimes. Schon in der Zeit der Nürnberger Prozesse und während seiner 20-jährigen Haft in Berlin-Spandau tat er alles für seine spätere Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit – für das Image vom „geläuterten“ Nazi, von Hitlers Aura „Verführten“, vom unpolitischen Techniker.


Eröffnung der Ausstellung "Albert Speer in der Bundesrepublik", die noch bis zum 26. November 2017 im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zu sehen ist.

Von den Gräueltaten in den Konzentrationslagern habe er nicht gewusst – ebenso wenig von Zwangsarbeitern oder Himmlers Rede zur „Endlösung der Judenfrage“. Journalisten, Autoren und Historiker trugen vor allem in den 60er und 70er-Jahren mit Interviews und Biografien dazu bei, dieses Bild in der Öffentlichkeit zu unterfüttern. Denn Albert Speer erzählte das, was viele in dieser Zeit hören wollten: Man sei da unverschuldet in etwas hineingeraten.


Zwei der zahlreichen Veröffentlichungen über Albert Speer

Dass Speer sehr wohl einer der führenden Nazis, einer der Haupttäter des Hitler-Regimes und maßgeblich beteiligt an der Judenverfolgung war, zeigt eine neue Ausstellung am Nürnberger Dokumentations-Zentrum Reichsparteitagsgelände. Die Medienwerkstatt hat mit den Ausstellungsmachern und Historikern über die „Speer-Legende“ gesprochen.


Die Ausstellungsmacher (v. re.) Alexander Schmidt und Martina Christmeier

Medienwerkstatt Franken e.V
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