Kategorie: Kulturelles
25.04.2017

Von Docken und Dampfmaschinen

Ein Teddy oder ein Handrührgerät, die Kulturgeschichte erzählen? Es war vor allem Nürnbergs damaliger Kulturreferent Dr. Hermann Glaser, der diese Idee mit der Gründung des Spielzeugmuseums und des Museums Industriekultur in die Tat umsetzte. Für den zweiten Teil ihrer Sendereihe über Nürnbergs städtische Museen hat sich die Medienwerkstatt in beiden Häusern vor und hinter den Kulissen umgeschaut.

Filigrane Tonpüppchen aus dem 15. Jahrhundert sind der älteste Beleg für Nürnberger Spielwarenherstellung. Die sogenannten Docken und mehr als 80.000 weitere Objekte sind Teil der Sammlung des Spielzeugmuseums, das im Herzen der Nürnberger Altstadt zu Hause ist. Ob Holz, Zinn, Blech oder Kunststoff – Nürnberger Spielzeug war und ist bekannt auf der ganzen Welt. Vor allem in der Zeit der Industrialisierung blühte das Blech- und Zinngewerbe. Mit der Firma der Gebrüder Bing war in Nürnberg vor dem ersten Weltkrieg die größte Spielwarenfabrik der Welt zu Hause.

Wie es in den vielen Nürnberger Fabriken, in denen nicht nur Spielzeug, sondern auch Zweiräder, Haushaltswaren und viele andere Produkte hergestellt wurden, aussah und aussieht, zeigt das Museum Industriekultur. Doch nicht nur das. Auch das Alltagsleben und die Geschichten der Menschen hinter den Maschinen erzählt das Museum, das passend zum Thema in der ehemaligen Schraubenfabrik eines Eisenwalzwerks beheimatet ist. Von der Dampfmaschine bis zur intelligenten Fabrik, in der der Roboter die Arbeit übernimmt, wird hier Technikgeschichte erfahrbar gemacht.

Autorin: Lisa Kräher

 

 

 

 

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